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Große Auszeichnung: Lutz Mädler erhält den ERC Advanced Grant

Die begehrteste Förderung des Europäischen Forschungsrates zu bekommen, gelingt nur Spitzenforschern in Europa – und der Bremer Verfahrenstechniker Professor Lutz Mädler gehört jetzt zu ihnen. Die European Research Commission (ERC) hat dem Hochschullehrer der Universität Bremen und Leiter der Hauptabteilung Verfahrenstechnik im Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT den ERC Advanced Grant zugesprochen. Der mit 2,5 Millionen Euro dotierte Advanced Grant geht an etablierte Wissenschaftler, die mit risikoreichen Forschungsvorhaben in ihren jeweiligen Bereichen neue Wege beschreiten.

Exzellente Bremer Materialwissenschaften
„Ich freue mich sehr für Lutz Mädler und für die Universität Bremen über diese hohe Auszeichnung“, sagt Universitäts-Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter über die Entscheidung des Europäischen Forschungsrates. „Nach der Bewilligung des Sonderforschungsbereichs „Farbige Zustände“ unter der Leitung von Lutz Mädler im Mai 2016 und dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2017 für Professor Mädler wurde den Bremer Materialwissenschaften jetzt erneut ihre überragende Exzellenz bescheinigt“, so Rektor Scholz-Reiter.
Hoch erfreut über die Auszeichnung von Mädler ist auch Professor Matthias Kleiner, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, der das IWT seit Jahresbeginn angehört. „Lutz Mädler ist ein hervorragendes Beispiel für die Leibniz-typische Verbindung wissenschaftlicher Exzellenz mit klarer Anwendungsperspektive und Relevanz für Gesellschaft, Wirtschaft und das Leben der Menschen. Als Ingenieurwissenschaftler freue ich mich besonders, dass das erst seit diesem Jahr zur Leibniz-Gemeinschaft gehörende Institut mit seinem inzwischen zweiten Advanced Grant des ERC die Bereicherung der Materialwissenschaften in unserer Gemeinschaft eindrucksvoll unterstreicht.“

Neue Technologie für maßgeschneiderte Materialien
Im Mittelpunkt der Millionen-Förderung für Lutz Mädler und seine Arbeitsgruppe steht ein zielgerichtetes Projekt, in dem neue Reaktorkonzepte für das Reaktive Sprühen entwickelt werden. Mit dieser Technologie lassen sich maßgeschneiderte Materialen und Oberflächen herstellen – etwa flexible elektronische und katalytische Beschichtungen, die zum Beispiel zur Messung von Abgasen eingesetzt werden. Dabei führen Mädler und sein Team Experimente an winzigen Einzeltropfen durch, die nur wenig größer sind als der Durchmesser eines Haares. „Die Forschungen an diesen isolierten Tropfen sind kostengünstig und jederzeit beherrschbar“, so der Hochschullehrer. „Wir brauchen für die Versuche eine Vielzahl von Chemikalien, die schwierig zu handhaben sind. In unserem kleinen Maßstab darf dabei ruhig auch mal etwas schiefgehen, und wir können viel ausprobieren.“ Im großen Maßstab hingegen müssten hohe Investitionen getätigt werden, ohne dass Erfolge garantiert sind.

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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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