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Clausthaler Energieforscher geben sich neuen Namen: Forschungszentrum Energiespeichertechnologien

Goslar. Im Zuge der Neuausrichtung des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) seit 2016 als gemeinsames wissenschaftliches Zentrums von fünf Universitäten hat sich auch die Energieforschung an der TU Clausthal neu aufgestellt: Seit Anfang April 2018 gibt es das Forschungszentrum Energiespeichertechnologien (EST).

Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen befindet sich seit nunmehr 10 Jahren auf dem EnergieCampus in Goslar. Nach einer erfolgreichen Gründungsphase als wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität Clausthal unter Leitung von Professor Hans-Peter Beck wurde das EFZN vor zwei Jahren einer wissenschaftlichen Begutachtung unterzogen. Als ein Resultat dieser Evaluierung wird es seit 2016 nunmehr als ein gemeinsames wissenschaftliches Zentrum der Mitgliedsuniversitäten Braunschweig, Clausthal, Göttingen, Hannover und Oldenburg geführt. Die individuellen und gemeinsamen Forschungsaktivitäten finden dabei an den jeweiligen Hochschulstandorten statt. In diesem Zusammenhang wechselte auch 2017 der Vorsitz des EFZN an Professor Carsten Agert von der Universität Oldenburg. Die Geschäftsstelle des EFZN befindet sich weiterhin auf dem EnergieCampus in Goslar.
Im Zuge dieser Neuausrichtung des EFZN hat sich auch die Energieforschung der TU Clausthal auf dem EnergieCampus in Goslar sowohl inhaltlich als auch personell neu aufgestellt. In Zukunft werden hier primär Fragestellungen zu verschiedenen Möglichkeiten der Energiespeicherung bearbeitet: Wie kann man möglichst effizient aus sogenanntem „Überschussstrom“ von Windkraftanlagen durch Elektrolyse Wasserstoff gewinnen? Wie kann dieser Wasserstoff zur Weiterverwendung mit Hilfe von CO2 in Methan gewandelt werden? Erfolgt dies am besten in (neuartigen) industriellen Reaktoren oder besser Untertage in großen Gasspeichern? Welche Katalysatoren werden benötigt um den Wandlungsprozess zu beschleunigen? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Wasserstoff, dessen Speicherung und Wandlung zu Methan werden zukünftig als ein Schwerpunktthema im Verbund mit mehreren Wissenschaftlern der TU Clausthal und externer Partner bearbeitet. Hierzu entsteht auf dem EnergieCampus ein neues Labor, in dem poröse Gesteinsformationen von Untertagespeichern in Form von sogenannten Mikrofluidiksystemen nachgebildet werden. Damit lassen sich die ablaufenden Prozesse im Labor unter realitätsnahen Bedingungen systematisch untersuchen und geben dahingehend Hinweise, welche Untertage-Kavernen sich bevorzugt als Wasserstoffspeicher eignen.

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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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