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Gemeinsamen Sitzung der Arbeitskreise

Nach der gemeinsamen Sitzung der Arbeitskreise „Stranggießen mit ofenabhängiger Kokille“ und „Stranggießen mit ofenunabhängiger Kokille - Kupfer“ am 15.11.2017 begann die Jahressitzung des Fachausschusses Stranggießen am 15.11.2017 offiziell mit der Gießereibesichtigung der Wieland-Werke AG.

Seit einigen Jahren wird die Gießerei aus Sicherheitsgründen bei Werksbesichtigungen nur noch per Video gezeigt. Da die Mitglieder des Fachausschusses im Wesentlichen erfahrene Gießer sind, konnte ausnahmsweise die Gießerei live erlebt werden. Zu Beginn wies der Vorstand für Produktion und Technik Herr Ulrich Altstetter auf die überragende Bedeutung der Arbeitssicherheit hin und nannte einige Ziele für die kommenden Jahre. Die Wieland-Gruppe wurde an Hand einiger Eckdaten vorgestellt. Die Wieland-Werke AG ging aus einer Kunst- und Glockengießerei in Ulm hervor, die Philipp Jakob Wieland im Jahr 1820 von seinem Onkel übernahm. In fast 200 Jahren hat sich die Gruppe zu einem weltweit führenden Hersteller von Kupfer und Kupferlegierungshalbzeug entwickelt.

Die Hauptstationen der Führung waren das Metalllager, die Bühne über den Schmelzöfen und der Absenkanlage A70, die Absenkanlage A90 und die neueste Konti-Anlage K3. Die Bau- und Inbetriebnahmephase hatte Herr Dr. Siegele 2011 zu einer Fachausschusssitzung in Hildesheim vorgestellt. Beeindruckend war hier besonders der hohe Automatisíerungsgrad.

Der Abend klang mit dem Abendessen auf Einladung der Wieland-Werke AG im Restaurant des Hotels Golden Tulip in Neu-Ulm und intensiven Gesprächen an den Tischen aus.

Am 16.11. tagte der Fachausschuss Stranggießen dann in Neu-Ulm. Nach Begrüßung durch Herrn Dr. Müller, der seine letzte offizielle Sitzung leitete, berichteten die einzelnen Arbeitskreise des Fachausschusses. Mit 5 Fachvorträgen und anschließender Diskussion wurden dann aktuelle Forschungsergebnisse und Prozessneuerungen im Bereich des Stranggießens vorgestellt und auch in den Pausen diskutiert.

Nach Vorstellung der neusten Aktivität der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg wurde ein mögliches neues Projekt, welches im Rahmen der AiF über den Stifterverband Metalle eingereicht werden könnte vorgestellt. Im Nachgang der Sitzung wird versucht aus den Industrieteilnehmern mögliche Projektpartner zu generieren. In dem Projekt geht es sehr verallgemeinert um das Benetzen beim Kühlen mit Wasser.

Die anschließende Wahl des zukünftigen Fachausschussleiters Prof. Dr.-Ing. J. R. Böhmer von der Universität Hildesheim war einstimmig. Damit wird Herr Prof. Böhmer dem DGM-Vorstand zur Bestätigung des Amtes als Leiter des Fachausschusses Stranggießen vorgeschlagen.

Der Termin für die nächste Sitzung ist auf den 14.-15. November 2018 terminiert und der Fachausschuss wir bei der utg TU München tagen.

Zum Schluss dankt Dr. Klein Herrn Dr. Müller für sein ehrenamtliches Engagement im Fachausschuss Stranggießen im Namen der DGM und des DGM-Vorstandes. Herr Müller leitete über 15 Jahren erfolgreich den Fachausschuss und hat sicherlich endschieden an den Aktivitäten des Fachgebietes mitgewirkt. Einige der wichtigsten Station im Engagement von Herrn Müller für die DGM und das Fachgebiet wurden ebenfalls berichtet.

Abschließend bedankt sich der scheidende FA-Leiter Dr. Hilmar R. Müller bei den Teilnehmern für die immer anregenden Diskussionsbeiträge und den Vortragenden, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre und wies auf den Nutzen der Fachausschüsse und Arbeitskreise hin, der nicht in kurzfristigen Erfolgen rechenbar ist, sondern durch Netzwerkbildung und Erfahrungsaustausch zur Entwicklung des Fachgebiets beiträgt. Besonderer Dank galt auch seinem Nachfolger für die Bereitschaft, das Amt zu übernehmen, wünschte viel Erfolg für die Zukunft und übergab neben dem „Staffelstab“ das Wort.

Herr Prof. Böhmer dankte seinem Vorgänger, den er schon seit vielen Jahren innerhalb der DGM und bei Projekten begleitete und schloss die Sitzung.

Beim anschließenden Mittagessen gab es noch mal die Möglichkeit sich fachlich und darüber hinaus auszutauschen. Viele der Teilnehmer kennen sich seit vielen Jahren und die Möglichkeit Herren Dr. Müller persönlich zu danken und alles Gute für die Zukunft zu wünschen wurde von allen Teilnehmer noch einmal war genommen.

 



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