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Nachhaltiges Vorbehandeln von Leichtbau-Karosserien

Das Vorbehandeln von Multi-Metall-Fahrzeugkarosserien mit der Zink-Phosphatierung verursacht hohe Abfallmengen. Henkel und Audi setzen nun auf einen nachhaltigeren Zwei-Stufen-Prozess. Und sparen Energie und Chemikalien.

Henkel hat in Kooperation mit Audi einen Vorbehandlungsprozess für Fahrzeugkarosserien entwickelt. Der patentierte Zwei-Stufen-Prozess ermöglicht die Oberflächenbehandlung von Multi-Metall-Karosserien mit einem Aluminiumanteil von bis zu 100 Prozent. Das zuvor gängige Verfahren, die Zink-Phosphatierung, führt bei steigendem Anteil von Aluminium an Misch-Karosserien dazu, dass sich die Menge an Abfallprodukten erhöht. Diese lassen sich nur mit großem Aufwand aus dem Vorbehandlungsbad und von den Oberflächen, die darin behandelt werden, entfernen. In dem nun vorgestellten Bonderite Zwei-Stufen-Prozess werden die Stahl- und Aluminiumkomponenten einer Karosserie aufgrund ihrer unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit in zwei Schritten vorbehandelt.

Laut den Unternehmen kann damit mehr Aluminium als Leichtbaumaterial eingesetzt werden und die Nachteile des bisherigen Verfahrens werden reduziert: Dieses sei "Ressourcenschonend dank niedrigerer Abfallmenge und reduziertem Energie- und Chemikalienverbrauch“, so Henkel. Auch der Wartungsaufwand, die damit verbundenen Stillstandszeiten und die Abfallmengen werden reduziert. Wie der Ingolstädter Automobilhersteller Audi mitteilt, war es das erste Unternehmen, das dieses Verfahren in seine Prozesse integriert hat. Dieses sei inzwischen zum globalen Standard für die Vorbehandlung von Karosserien mit hohem Aluminiumanteil geworden.

Autor: Andreas Burkert

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