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Die Werkstoffforschung ist unterrepräsentiert

Der Fraunhofer-Verbund Materials hat ein Positionspapier vorgelegt. Darin rufen die Institute die künftige Bundesregierung zur Stärkung der Werkstoffforschung auf.

Die Werkstoffforschung ist in der Forschungspolitik unterrepräsentiert, ist der Vorsitzende des Fraunhofer-Verbunds Materials, Professor Peter Elsner, überzeugt. Aus diesem Grund hat der Zusammenschluss von 15 Fraunhofer-Instituten ein Positionspapier vorgelegt. Darin fordern die Institute die neue Bundesregierung auf, die Bedeutung der Materialforschung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft angemessen zu berücksichtigen. Im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland entfallen laut Elsner 35 bis 55 Prozent der Kosten auf Materialien. Eine höhere Materialeffizienz habe damit eine zehnmal höhere ökonomische Hebelwirkung als die häufig diskutierte Energieeffizienz, begründet Elsner das Anliegen des Verbunds.

Als wichtiges Handlungsfeld identifiziert das nun veröffentlichte Positionspapier die Verknüpfung von Materialforschung und Digitalisierung. Beispielhaft nennen die Autoren das Erarbeiten einer digitalen Werkstoffagenda, die Unterstützung industrieller und wissenschaftlicher Netzwerke und vertikaler Werkstoffplattformen bei der Digitalisierung sowie den Aufbau von grundständigen Materialinformatik-Studiengängen und Weiterbildungsmaßnahmen. Neben den beteiligten Fraunhofer-Instituten wird das Positionspapier unter anderem von der Bundesvereinigung Materialwissenschaften und Werkstofftechnik (BV MatWerk), der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM), dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA und den Unternehmen Carl Zeiss, Bosch und Schott unterstützt.

Weitere Informationen: hier



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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