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Schnellstart im metallischen 3D-Druck

Vor drei Jahren ging die 3D-Laserdruck GbR an den Start, heute erhält sie Aufträge von Automobilzulieferern und anderen Industriekunden. Wie kam sie so schnell zum Ziel? Eine der Erklärungen ist, dass die beiden Gründer nichts dem Zufall überlassen haben.

Das Unternehmen 3D-Laserdruck hat einen steilen Aufstieg hinter sich. In den letzten beiden Jahren verdoppelte sich der Umsatz, vor vier Wochen im Oktober 2017 wurde die zweite Anlage für das Selektive Laserschmelzen von Metall (SLM) installiert, Kostenpunkt rund eine halbe Million Euro. „Wir haben genau den richtigen Moment erwischt“, sagt Tobias Wenz im Blick auf die Gründung vor drei Jahren. Und Martin Hirlinger fügt hinzu: „Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um das Spin-off zum Erfolg zu bringen.“

Die Statements der beiden Inhaber zusammen liefern einen Hinweis auf das Geheimnis des bisherigen Erfolgs: Dass die Gründung zum exakt richtigen Zeitpunkt kam, war kein Glücksfall. Es war das Ergebnis eines detaillierten Analyse- und Strategieprozesses, den Wenz und Hirlinger mit Unterstützung eines Unternehmensberaters angingen. Sie betraten dabei Neuland. Die beiden Unternehmer leiten Firmen, die mit SLM bis dahin keine Erfahrungen hatten und auch „eigentlich nichts miteinander zu tun haben“. Sie sind lediglich Nachbarn in dem kleinen Industriegebiet in Reutlingen. Hirlinger ist Geschäftsführer der AP-Systems GmbH für Reinraumtechnik und Wenz leitet den Zerspanerbetrieb 1. Wenz-Mechanik GmbH. Beide Betriebe beschäftigen zusammen knapp 40 Mitarbeiter.

Gedrucktes Getriebegehäuse absolvierte 25 000 Test-Kilometer in E-Klasse

Das Spin-off startete also bei Null. Es hat keinen Konzern und keine Universität im Rücken, auch keine externen Geldgeber. Damit wird es zum Modellfall. Die Reutlinger zeigen mit ihrem Beispiel, was im 3D-Metalldruck möglich ist – aber auch, welche Hürden im Blick auf Know-how, Investitionen und Engagement zu nehmen sind, um die additive Technologie gut zu beherrschen. Dass die Firma als eine Art Messlatte taugt, belegen Kundenprojekte.

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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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