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Nachbericht - 4. Euro BioMAT 2017

Rund 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler trafen sich am 09. und 10. Mai zur 4. Euro BioMAT 2017 – dem europäischen Symposium mit Fachausstellung zu Biomaterialien und zugehörigen Fachthemen

 

Hüftprothesen aus Titan, Gefäßersatz aus Kunstfasern und Zirconiumoxid-Zahnersatz: Biomaterialien sind aus der modernen Medizintechnik längst nicht mehr wegzudenken. Aus Metall, Keramik, Polymeren oder Verbundwerkstoffen maßgeschneidert, interagieren sie mit den Zellen des Körpers und steuern den Verlauf von therapeutischen oder diagnostischen Prozessen.
Das stellt Materialwissenschaftler, Ingenieure, Physiker, Chemiker und Biologen aus der universitären, außeruniversitären und industriellen Forschung und Entwicklung gemeinsam mit Medizinern vor große Herausforderungen, die immer neue Lösungen verlangen.
Aus diesem Grund veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. und ihr Fachausschuss „Biomaterialien“ unter Leitung von Prof. Dr. Klaus D. Jandt, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Priv. Doz. Dr.-Ing. Thomas F. Keller, DESY Hamburg, vom 9. bis 10. Mai 2017 in der Kulturstadt Weimar nach den großen Erfolgen der bisherigen Veranstaltungen nun schon zum vierten Mal das europäische Symposium „Euro BioMAT“. Begleitet wurde die Konferenz auch wieder von einer Industrieausstellung, auf der u. a. Thüringer Implantat-Hersteller ihre Produktpalette zeigten.
Die im Zweijahresturnus stattfindenden Veranstaltung bietet Forschern und Anwendern zwei Tage lang beste Möglichkeiten, sich in angenehmer, kommunikativer Atmosphäre über die neuesten Forschungsergebnisse auszutauschen.
In drei Parallelen wurden von den rund 180 Teilnehmern aktuelle Trends unter anderem in den thematischen Schwerpunkten Bio-Nano Materialien, dentale Materialien, bioaktive Materialien und Biogrenzflächen diskutiert. Diesmal standen über 80 Vorträge und 25 Oral Poster auf dem Programm, die die neuesten Erkenntnisse bei der Entwicklung, Charakterisierung, Modellierung, Implementierung und Kontrolle von Biomaterialien präsentierten.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war die EMBO Keynote Lecture „From biological self-assembly to novel peptide nanostructures of unique mechanical, optical, piezoelectric and semiconductive properties“ von Prof. Dr. Ehud Gazit, der den Lehrstuhl für Nanobiologie an der Universität Tel Aviv, Israel, innehat.

Weitere Plenarvorträge wurden gehalten von:

  • Prof. Jack Ferracane, Oregon Health & Science University, Portland (USA)
    Current trends and future advancement in dental restorative materials
     
  • Prof. Dirk W. Grijpma, University of Twente (The Netherlands)
    Poly(trimethylene carbonate) meniscus implants prepared by stereolithography: challenges in stereolithography
     
  • Prof. Alvaro Mata, Queen Mary University of London, School of Engineering and Materials Science (UK)
    Supramolecular engineering of functional biomaterials
     
  • Prof. Fergal O‘Brien, RCSI Royal College of Surgeons in Ireland
    Natural polymer-based scaffolds for delivery of therapeutics to promote enhanced bone & cartilage repair
     

Zum Auftakt wurde das Symposium von einem TV-Team des Mitteldeutschen Rundfunks begleitet, welcher im Abendmagazin MDR THÜRINGEN JOURNAL desselben Tages einen Beitrag mit dem Titel „Implantate und Prothesen: Expertentreffen auf der Euro BioMAT in Weimar“ veröffentlichte. Auch Radio MDR war vor Ort, um Interviews mit einigen der Experten zu führen.

Dank der vom Springer Verlag gesponserten Posterpreise wurden dieses Jahr drei Posterpreise an junge Wissenschaftler bis 30 Jahre sowie drei Preise an Wissenschaftler über 30 Jahre vergeben.

 

Die Preisträger 2017 sind:

In der Kategorie „Junge Wissenschaftler bis 30 Jahre“

1. Preis:
Dominik de Cassan, Technische Universität Braunschweig
Attachment of nanoparticle drug-release systems on shish-kebab structured poly (caprolactone) nanofibers

2. Preis:
Xiaoyuan Zhang, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fibrinogen adsorption and network formation on melt drawn isotactic polybutene-1 thin films

3. Preis:
Michaela Rödel, Universitätsklinikum Würzburg
Dual setting system – characterization of PEG-based-hydrogel/brushite composites for biomedical application

 

In der Kategorie „Wissenschaftler ab 30 Jahre“:

1. Preis:
Ingo Sethmann, Technische Universität Darmstadt
Hydrothermal conversion of porous Ca carbonate biominerals into bioactive Ca phosphate materials: towards antibiotic and antiosteoporotic bone graft substitutes

2. Preis:
Hendrik Bargel, Universität Bayreuth
Bio-inspired high-performance green biopolymer fibers

3. Preis: 
Pham Thanh Tam, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Effect of a bioinspired microstructure surface on platelet adhesion

 

Alles in allem kann man sagen, dass auch die vierte Euro BioMAT wieder ein sehr gelungenes Symposium für die MatWerk-Experten des Fachbereichs Biomaterialien war.

Die fünfte Euro BioMAT wird vom 08.-09. Mai 2019 wieder in Weimar stattfinden.

Aktuelle Informationen finden Sie immer unter www.biomat.dgm.de

 

Konferenzorganisation
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.

c/o INVENTUM GmbH
Alexia Ploetz
Marie-Curie-Straße 11-13
D-53757 Sankt Augustin (Germany)
Phone +49 (151) 2122 7448
biomat@dgm.de

 



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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