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Vorbild Natur: Supramolekulare Materialien, die sich selbst entsorgen Moleküle mit Zeitschalter

Materialien, die sich selbst zusammenfügen und am Ende ihrer Lebenszeit einfach wieder verschwinden – in der Natur gibt es sie in Hülle und Fülle. Forscherinnen und Forschern an der Technischen Universität München (TUM) ist es nun gelungen, supramolekulare Materialien zu entwickeln, die zu einen vorher bestimmten Zeitpunkt wieder zerfallen. Eine Eigenschaft, die zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten eröffnet.

Plastikflaschen, leere Dosen, altes Spielzeug, zerrissene T-Shirts und ausgediente Mobiltelefone – Tag für Tag produziert die Menschheit Millionen von Tonnen Abfall. Wie lässt sich verhindern, dass unser Planet eines Tages im Müll erstickt?
Bisher ist Recycling die Methode der Wahl. Aber sie ist teuer: „Viele vom Menschen gemachten Stoffe sind chemisch sehr stabil. Um sie wieder in ihre Bestandteile zu zerlegen, muss man viel Energie aufwenden“, erklärt Job Boekhoven, Professor für Supramolekulare Chemie an der TU München. Der Chemiker verfolgt einen anderen Weg – und orientiert sich dabei an biologischen Prozessen.
Die Natur produziert keine Müllberge. In biologischen Zellen werden die Moleküle ständig recycelt und zum Bau neuer verwendet. Einige dieser Moleküle bilden größere Strukturen, supramolekulare Einheiten, die als Struktur-Bausteine der Zellen dienen. „Diese Dynamik,“ sagt Job Boekhoven, „hat uns dazu inspiriert Materialien zu entwickeln, die sich selbst entsorgen, wenn sie nicht mehr benötigt werden.“

Weitere Informationen finden Sie: hier.



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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