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Millionenförderung für neues DFG-Schwerpunktprogramm an der Uni Bayreuth

Viel Geld für Wissenschaft und Forschung: Der Lehrstuhl Metallische Werkstoffe an der Universität Bayreuth hat unter der Leitung von Herrn Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel ein neues Schwerpunktprogramm, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an Land gezogen. In den letzten Tagen wurden insgesamt 7,4 Mio. € für Forschungsinstitute, verteilt über ganz Deutschland bewilligt.

Antragskolloquium im April 2017 in Bayreuth mit 9 international ausgewiesenen Gutachtern (USA, Japan, Indien, Taiwan, Mexiko, Frankreich, Großbritannien, Schweiz).

Prof. Glatzel (links) im Gespräch mit den beiden Gutachtern Prof. Inui, Japan (Mitte) und Frau Prof. Dupin (Frankreich).

Unter dem Namen "Compositionally Complex alloys – High Entropy Alloys" werden zukünftig exzellente Wissenschaftler und wissenschaftlicher Nachwuchs aus ganz Deutschland neue Hochentropielegierungen mit komplexer Zusammensetzung erforschen, welche eine relativ junge und unerforschte Werkstoffgruppe der Metalle darstellen. Diese neue Legierungsklasse wurde vor 10 Jahren von Wissenschaftlern aus Taiwan postuliert und unterscheidet sich von herkömmlichen Metallen dadurch, dass kein Basiselement mehr vorhanden ist, wie z.B. Eisen beim Stahl, Titan bei Titanlegierungen, usw.

Die neuartige Struktur dieser Werkstoffe, welche erst mit Hilfe von hochwertigen Mikroskopen zu erkennen ist, macht die CCA und HEA für verschiedene Anwendungsgebiete interessant. So zeichnen sich die Materialien dieser Klassen durch hohe Beständigkeit gegen Oxidation bzw. Korrosion aus und zeigen zudem eine hohe Festigkeit gegenüber äußerer Belastung, und das bei Temperaturen bis 800°C.

Das Schwerpunktprogramm unter Koordination von Professor Dr.-Ing. Uwe Glatzel der Universität Bayreuth wird im Oktober 2017 starten.



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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