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Über 70 führende Metallforscher Deutschlands zu Gast in Bayreuth

Kick-Off-Meeting für neues DFG-Schwerpunktprogramm „High EntropyAlloys“ an der Universität Bayreuth

Am 20.09.2016 fand in den Räumlichkeiten der ING auf dem Campus der Universität Bayreuth ein Kick-Off Meeting für ein 2017 startendes DFG-Schwerpunktprogramm statt. Schirmherr der Veranstaltung war Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel vom Lehrstuhl Metallische Werkstoffe. Gekommen waren über 70 nationale und internationale Forscher, um mit 43 Vorträgen neue Projektideen vorzustellen.

Thema des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgerufenen Schwerpunktprogramms ist die Untersuchung potentieller neuer metallischer Legierungen, die sogenannten „High Entropy Alloys“. Kennzeichen dieser Legierungen ist das Fehlen eines klassischen Basiselements, wie es bei heute eingesetzten Metallen üblich ist. Als Beispiel sei hier das Element Nickel in Nickelbasislegierungen oder Eisen in Stahl genannt. Stattdessen sind mindestens fünf verschiedene Elemente in etwa gleich großen Anteilen vorhanden. Hierzu wurden innovative Ansätze vorgestellt und rege vom Fachpublikum diskutiert. Wichtig ist dem Komitee, dass die neuen Metalle in den einzelnen Forschungsprojekten nicht nur von Grund auf detailliert analysiert werden, sondern auch die Möglichkeit einer späteren wirtschaftlichen Herstellung und Nutzung nicht außer Acht gelassen wird. Dabei werden die Projektteilnehmer, Universitäten und Institute aus ganz Deutschland, eng zusammenarbeiten und ihre jeweilige Expertise in das Projekt einbringen. Trotz der Fülle an Vorträgen verlief die Veranstaltung reibungslos, was sich auch im überaus positiven Feedback aller Teilnehmer zeigte. So äußerten die anwesenden Vertreter der DFG auch gleich den Wunsch, das nächste Treffen wieder an der Universität Bayreuth abzuhalten.

Schwerpunktprogramme der DFG haben in der Regel eine Laufzeit von sechs Jahren und werden zunächst für drei Jahre bewilligt. Dieses Schwerpunktprogramm wird in den ersten drei Jahren mit insgesamt ca. 5,5 Mio. Euro gefördert. Nach Ablauf dieser drei Jahre wird wiederum begutachtet und gegebenenfalls für maximal drei weitere Jahre bewilligt. Die Koordination des Schwerpunktprogramms obliegt einem Komitee, welches von Professor Dr.-Ing. Uwe Glatzel koordiniert wird. Die Bewerbungsphase auf Fördergelder läuft noch bis Anfang 2017. Im Herbst 2017 werden die zur Förderung ausgewählten Projekte dann starten.



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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