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Sitzung des DGM-Arbeitskreises „Quantitative Gefügeanalyse“ an der Hochschule Aalen

Ausrichter des diesjährigen Frühjahrstreffens am 10.05. und 11.05. 2016 war das Institut für Materialforschung der Hochschule Aalen.

Schon traditionell ist die immer wieder gute Organisation der jeweiligen Ausrichter, so auch diesmal. Herr Dr. Bernthaler hatte mit seinem Team alles perfekt vorbereitet und einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gewährleistet. 

Erfreulich war auch die wiederum große Teilnehmerzahl (31), was von einem nach wie vor großen Interesse an der Fortsetzung der aktuell behandelten Themenkreise und auch von einer gewissen Kontinuität in der gemeinsamen Bearbeitung zeugt.

Für den Komplex Gussanalyse gab es interessante Vorträge, welche die Richtung der weiteren Forschungsschwerpunkte auf diesem Gebiet deutlich machten und zur Erhöhung der Transparenz der Aufgabengebiete beitragen sollen:

  • Vorstellung des neuen Projektantrags „DIAgraph“ zur Graphitformklassifizierung, Frau J. Frieß, Gießerei-Institut der RWTH Aachen (siehe auch „2016_05_10_DIAgraph_Quant_Mat.pdf“).
  • Normaktivitäten hinsichtlich Mikrostrukturanalyse von Eisenguss (insbes. ISO 945-4 „Test method for determining nodularity in spheroidal graphite cast irons), Herr Dr. I. Steller, Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie.

Als ein weiterer Bearbeitungskomplex wurde das Thema der Messgerätefähigkeit und Stabilitätsüberwachung von Messprozessen behandelt. Dazu hielt Herr Thieme einen entsprechenden Vortrag, der ausgehend von der Motivation zu solchen Untersuchungen einige wichtige Gesichtspunkte dazu ansprach (siehe auch „PxF_DGM_AK_QG_VI.pdf“).

Im Ergebnis wurde beschlossen, dieses Thema zu den nächsten Treffen  intensiver zu behandeln. Als Basis sollen sowohl von theoretischer Seite die „Allgemeinen Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025:2005)“ als auch von praktischer Seite die Ergebnisse des anlaufenden Ringversuchs 2  - Reproduzierbare Mikroskopie – betrachtet werden.

Zur guten Tradition gehört mittlerweile auch ein Instituts-Rundgang, bei dem die Laborausstattung und deren Anwendung auf aktuelle, interessante Forschungsprojekte gezeigt wurden. 

Dem Rundgang quasi vorangestellt war ein sehr interessanter Fachvortrag zur Untersuchung von Batterietechnik:  

  • „Quantifizierung und Defekterkennung an Li-Ionen-Zellen mit maschinellem Lernen“, Herr A. Jansche

Die Laborführung unter Leitung von Dr. Bernthaler und Herrn Schubert zeigte schwer-punktmäßig die Probenvorbereitung und –präparation, Lichtmikroskopie und Elektronenmikroskopie. Die Ausstattung mit dem Crossbeam 540 mit Laser- und Ionenstrahl-Nanobearbeitung, EDX und EBSD sowie dem Sigma300 VP mit EDX, WDX und EBSD ermöglichen hierbei wissenschaftliche Untersuchungen auf höchstem Niveau.

Weiterhin gezeigt wurden Beispiele aus der Echtzeit-Hochtemperaturdiffraktometrie (Röntgendiffraktometer und Hochtemperaturofen), der 3D-Computertomographie, Pulver- und Sintertechnologie, Tribologie, Batterietechnik und Magnetometrie.

Wie auch in der Veranstaltungen zuvor gab es zwei sehr interessante Vorträge in der Rubrik: „Teilnehmer stellen sich vor – Wer macht was?“

  • Die Block Materialprüfungsgesellschaft Berlin, Frau I. Pausewein 
  • Das Gießerei-Institut der RWTH Aachen, Frau J. Frieß 

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass dieses Treffen sowohl vom Organisatorischen als auch vom Inhaltlichen eine sehr gelungene Veranstaltung war und darüber hinaus auch noch eine unerwartete Wertschätzung erfahren hat, weil es sich zum einen der Rektor der Hochschule, Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Schneider, nicht nehmen ließ, ein paar Grußworte an die Teilnehmer zu richten, zum anderen uns sogar der Vorsitzende der DGM, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch, einem kurzen Besuch abstattete und sich persönlich von der konstrukti-ven Atmosphäre in dieser unserer Runde überzeugen konnte.

 

Ulrich Sonntag
Leiter DGM-Facharbeitskreis Quantitative Gefügeanalyse



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