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Technologietransfer in der angewandten Forschung zur Elektrochemie

DGO, DECHEMA und DGM starten wissenschaftliche Begleitmaßnahme InnoEMatplus

 

Mit Start zum 1. Mai 2017 hat das BMBF die wissenschaftliche Begleitmaßnahme „InnoEMatplus“ bewilligt. Projektpartner der auf eine Laufzeit von vier Jahren angelegten Begleitmaßnahme sind DGO, Dechema und DGM, wobei der DGO die zentrale Rolle als Konsortinalführer zukommt.
Ziel der Begleitmaßnahme ist die Koordination von knapp 20 Verbundprojekten der ebenfalls vom BMBF geförderten Maßnahme „Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien – InnoEMat“. Die drei Projektpartner forcieren eine intensive Vernetzung aller InnoEMat-Verbundprojekte und Öffentlichkeitsarbeit. Die Bündelung der Forschungsergebnisse sowie das Identifizieren neuer wissenschaftlicher Fragestellungen gehört ebenfalls zu den Kernaufgeben des Begleitprojektes

Die Elektrochemie tangiert durch den vielfältigen Einsatz zugehöriger Technologien und Verfahren die Kernbranchen der deutschen Wirtschaft, da elektrochemische Prozesse unter anderem im Automobilbau, in der Chemischen Industrie, in der Medizin- sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik zur Anwendung kommen. Diese Prozesse liegen meist in der Hand von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und verteilen sich primär in die Bereiche Elektrosynthese, Galvanotechnik, Analytik und Sensorik. Für eine nachhaltige Verankerung und Weiterentwicklung elektrochemischer Methoden in der deutschen Industrielandschaft spielt der systematische Aufbau und die Anwendung von neuem Wissen indes eine entscheidende Rolle, wobei die FuE-Kapazitäten durch die ausgeprägte KMU-Struktur oftmals begrenzt sind.

Mit der Förderinitiative „Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien – InnoEMat“ zielt die Bundesregierung im Zuge ihrer Hightech-Strategie (HTS) auf die Förderung der Elektrochemie als eine der Schlüsseltechnologien, um nachhaltige Lösungsbeiträge zu globalen Herausforderungen zu leisten und Innovationen für zukünftige Märkte zu generieren. Die kontinuierliche Erweiterung des elektrochemischen Know-Hows wirkt in der Folge stärkend für die deutsche Industrie im internationalen Vergleich und fördert den wichtigsten deutschen Wachstumsmotor nachhaltig, die KMU. Es werden nur Verbundprojekte gefördert, die dieser übergeordneten Bedeutung entsprechen und sich durch ausgeprägte Innovationshöhe und Anwendungsbreite auszeichnen.

InnoEMatplus: Koordination und Vernetzung

Zu den Kernaufgaben von InnoEMatplus gehört u.a. die Organisation von Veranstaltungen für einen umfassenden fachlichen Austausch zwischen den Projekten. Neben einer Kick-Off-Veranstaltung sind mehrere Statuskonferenzen vorgesehen, zu denen auch externe Fachleute einbezogen werden, um maximale fachliche Synergien zu entwickeln. Eine weitere Kernaufgabe von InnoEMatplus besteht in der Aufbereitung und Bündelung der Forschungsergebnisse, um diese insbesondere mittelständischen, Klein- und Kleinstunternehmen zugänglich zu machen.
Das Verbundprojekt InnoEMatplus unterstützt zudem die Vorhaben mit hoher KMU-Beteiligung aktiv bezüglich des Technologietransfers für eine nachhaltige Umsetzung der Ergebnisse in der industriellen Praxis.

Verankerung in der deutschen Forschungs- und Innovationslandschaft

Von besonderem Interesse für  InnoEMatplus sind die Schnittstellen der Forschungsverbünde, da durch den intensiven fachlichen Austausch neue wissenschaftliche Fragestellungen identifiziert sowie darauf aufbauend neue Forschungsthemen initiiert werden können. Der kontinuierliche Abgleich mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Aktivitäten außerhalb von InnoEMat ermöglicht es zudem, zielgerichtet Empfehlungen für die zukünftige Ausrichtung von Forschungsthemen und  des Ergebnis- und Technologietransfers auszusprechen. Mittel- und langfristig werden diese Maßnahmen zu einer dauerhaften Verankerung und Stärkung der Elektrochemie in der deutschen Forschungs- und Innovationslandschaft führen.



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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