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Wie Materialoberflächen Zellgemeinschaften steuern

Von der Natur inspiriert: Materialwissenschaftler der Uni Jena nutzen strukturierte Oberflächen, um medizinische Implantate sicherer zu machen.

 

Die Zahl der medizinischen Implantate wächst. Allein in Deutschland werden Jahr für Jahr fast eine viertel Million Hüftendoprothesen und zehntausende von Blutgefäßprothesen implantiert. Was den Betroffenen auf der einen Seite ein Plus an Lebensqualität beschert, birgt auf der anderen Seite jedoch nach wie vor Risiken: „Heutige Implantatmaterialien, wie Polymere und Metalle, können unerwünschte Nebenwirkungen im menschlichen Organismus verursachen“, sagt Prof. Klaus D. Jandt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und nennt als Beispiele das Auftreten von Blutgerinnseln oder Infektionen.

Die Doktoranden Stefan Maenz (l.) und Tam Pham Thanh im Otto-Schott-Institut für Materialforschung der Universität Jena. (Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

Jenaer Forschern ist es gelungen, Polymeroberflächen von künstlichen Blutgefäßen so zu verändern, dass sie die Anhaftung der Blutplättchen und damit die Blutgerinnung wesentlich reduzieren.

Medizinische Implantate sicherer zu machen, ist ein Ziel des Materialwissenschaftlers Jandt und seines Teams, dem die Forscher nun mit zwei aktuellen Studien einen Schritt nähergekommen sind. Im Fachmagazin „Colloids and Surfaces B – Biointerfaces“ berichten die Jenaer Forscher, wie sie Polymeroberflächen so verändern können, dass diese die Anhaftung von Blutplättchen und damit die unerwünschte Blutgerinnung wesentlich reduzieren (doi:10.1016/j.colsurfb.2016.05.022). Darüber hinaus zeigen sie, wie sich Oberflächen von Titanimplantaten modifizieren lassen, um das Riskio eines Bewuchses mit gefährlichen Krankheitserregern zu reduzieren (doi:10.1016/j.colsurfb.2016.05.049). [...]

 

Den Volltext der Pressemitteilung finden Sie hier.



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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