Image

Materials Chain: Eine Keimzelle für den Nachwuchs
Graduiertenschule der UA Ruhr zieht positive Zwischenbilanz

Sie ist eine Keimzelle für den wissenschaftlichen Nachwuchs und ein anschauliches Beispiel für die tief greifende Vernetzung der drei großen Universitäten an der Ruhr: Die Graduiertenschule Simulation-based Microstructure Design, kurz SiMiDe, hat sich nach zwei Jahren als Bindeglied im Profilschwerpunkt Materials Chain der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) etabliert. Unter diesem Dach werden die laufenden Doktorarbeiten von rund 30 Nachwuchsforschern aus der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen im Bereich der Werkstoffsimulation koordiniert. Der Aufbau von SiMiDe wurde mit rund 200.000 Euro vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) gefördert.

Skalen überbrücken, Erkenntnisse gewinnen

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Graduiertenschule arbeiten in ihren Simulationen beispielsweise mit Keramik, Asphalt oder Stahl. Sie erforschen die Materialeigenschaften von faserverstärkten Keramiken, die höchsten Temperaturen und Schockbelastungen standhalten können, geothermale Prozesse im Erdinnern oder den Bluttransport und Stoffabbau durch die menschliche Leber. So vielfältig und verschieden die Themen sind, so sehr steht die skalenüberbrückende Simulation am Computer als verbindende Klammer über den Projekten.

Es geht immer um die Erkenntnis, wie die innere Struktur von Werkstoffen und Materialien mit ihren jeweiligen Eigenschaften zusammenhängt - ganz gleich, ob es sich um gekoppelte Prozesse auf einer großen Skala handelt, etwa den Transport von Wärme und Flüssigkeit durch Gestein, oder um für das menschliche Auge nicht sichtbare Vorgänge auf der Mikro- und Nanoebene. Das daraus gewonnene Verständnis ermöglicht zukünftig das Design von Werkstoffen mit maßgeschneiderten Eigenschaften etwa für Festigkeit, für Wärme- oder Stofftransport.

Grundstein der Nachwuchsförderung

Nach den ersten zwei Jahren ziehen die Initiatoren um Prof. Alexander Hartmaier eine positive Zwischenbilanz. "Die Graduiertenschule ist im Bereich Modellierung und Simulierung die Nachwuchsschmiede unseres Schwerpunkts Materials Chain geworden", so Hartmaier, "damit legen wir den Grundstein für die zukünftige Entwicklung auf diesem Gebiet und in dieser Region." Mit dem Auslaufen der Anschubfinanzierung durch MERCUR im Sommer dieses Jahres wollen Prof. Hartmaier und seine Partner nun erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Graduiertenschule dauerhaft fortzuführen. Sie wollen damit zugleich ein Zeichen für weitere Initiativen dieser Art innerhalb der UA Ruhr setzen.

Die Federführung in der Graduiertenschule liegt bei Prof. Dr. Alexander Hartmaier vom Interdisciplinary Centre of Advanced Materials Simulation - ICAMS - an der RUB. Er leitet die Doktorandenbetreuung zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Andreas Menzel an der Technischen Universität Dortmund (Fakultät Maschinenbau, Institut für Mechanik) und Prof. Dr.-Ing. Jörg Schröder an der Universität Duisburg-Essen (Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Institut für Mechanik). Über den Standort Ruhr hinaus kooperieren die Forscher mit der University of California, Berkeley, speziell mit den Fakultäten Mechanical Engineering, Civil Engineering sowie Materials Science and Engineering. Damit ermöglichen sie den Doktoranden auch einen internationalen Austausch.

Mehr dazu: hier



Zurück zur Übersicht
Facebook  
Dieser Newsletter wird herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (Impressum)
Datenschutzerklärung
Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
Kontakt: presse@dgm.de

(Newsletter abbestellen)