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Technologien der Zukunft

Thüringens Ministerpräsident Ramelow in der Modellfabrik 3D-Druck an der EAH Jena

Eine Spezialentwicklung ausschließlich für den 3D-Druck von Glas besichtigte der Thüringer Ministerpräsident heute unter anderem in der Modellfabrik 3D-Druck an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Anne-Marie Schwager, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Modellfabrik-Team, erläuterte die Verfahrenstechnik des 3D-Druckers und diskutierte mit Bodo Ramelow die Einsatzmöglichkeiten.
Die Modellfabrik 3D-Druck ist Teil des „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Ilmenau“, hat ihren Sitz jedoch an der EAH Jena. Als verantwortliche „Fabrik“ für die Themen 3D-Druck, Produktindividualisierung und Digitale Arbeitswelten verfügt sie über Labore unter anderem für den 3D-Druck und das Arbeiten mit verschiedenen Lasern. In jedem dieser Labore führten die Mitglieder des Modellfabrik-Teams – Laserexperten, wissenschaftliche Mitarbeiter und ein Doktorand – den heutigen Gästen, unter ihnen auch Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, die technischen Möglichkeiten vor.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen erhalten vom Team der Modellfabrik ganz praktische Unterstützung: 3D-Druck gilt als Schlüsseltechnologie der Industrie 4.0 und bietet den Firmen verschiedenste Möglichkeiten zur Individualisierung ihrer Produkte. Die vorhandene Technik für die unterschiedlichen 3D-Druck-Verfahren sowie zahlreiche Musterbauteile können Unternehmen nutzen, um sich über Vorteile, Unterschiede und Grenzen der einzelnen Verfahren zu informieren. Angeboten werden auch Beratungen zu technischen Verfahren und Voraussetzungen, zu Softwarelösungen und Kosten, aber auch zum Qualifizierungsbedarf der Firmenmitarbeiter.
Prof. Dr. Jens Bliedtner, Leiter des Fachgebietes Fertigungstechnik/Fertigungsautomatisierung im Fachbereich SciTec der EAH Jena, ist für die Modellfabrik 3D-Druck verantwortlich. Die Forschungsschwerpunkte seines Fachgebietes liegen in der Lasermaterialbearbeitung, der Optiktechnologie und bei den Additiven Verfahren. Derzeit werden hier 15 durch Bund und Land geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte bearbeitet. Im Rahmen zahlreicher Kooperationen mit der Thüringer Wirtschaft konnten Professor Bliedtner und sein Team bereits additive Verfahren für die Verarbeitung verschiedenster Materialien, von Kunststoffen bis hin zum Druck von Quarzglas, entwickeln.
„Jedes dieser Projekte ist ein Erfolg für die Hochschule“, so Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert. Jedoch sei die Hochschule vor allem für die Lehre konzipiert worden, so dass sie seit geraumer Zeit an ihre räumlichen Grenzen stößt. Als Gastgeschenk für den Ministerpräsidenten überreichte der Rektor nicht ohne Augenzwinkern ein 3D-Modell der EAH Jena der Zukunft: mit einem Anbau für Forschung und Entwicklung.

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