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Leibniz-IWT an Raumfahrtmission beteiligt: Bremer unterstützen Experimente im All

Leibniz-IWT an Grundlagen-Experiment im Weltraum beteiligt. Metallografinnen und Metallografen unterstützen Vorbereitung der Proben für Planetenlabor der Raumfahrtmission "Horizons" des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst.

Die unendlichen Weiten des Weltraums üben von jeher eine Faszination auf den Menschen auf. Auch die Wissenschaft wird durch das Weltall vor große Herausforderungen gestellt. Metallografinnen und Metallografen des Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT (Leibniz-IWT) unterstützten nun das Experiment MagVector/MFX-2 auf der Mission "Horizons" des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst. Bei dem Experiment handelt es sich um ein Grundlagen-Experiment, welches von AIRBUS im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements entwickelt wurde. Gefördert wird das Experiment durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).
Für das Experiment betteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung „Metallografische Analytik“ des Leibniz-IWT bereits im Vorfeld verschiedene Gesteinsproben ein, die vom Museum für Naturkunde Berlin zur Verfügung gestellt wurden. Bei den Proben handelt es sich um unterschiedliche Körper: unter anderem kleine Meteoriten, Magnetit sowie verschiedene Mineralien. Insgesamt wurden neun Proben für die Experimente vorbereitet. Das Einbetten für die Fahrt ins All erwies sich als schwieriger als zunächst angenommen. Für ihren speziellen Einsatz mussten die Proben nach besonders strengen geometrischen Maßen als Zylinder von 60 mm Durchmesser und 80 mm Höhe in speziellem Zwei-Komponenten-Kunstharz eingebettet werden. „In unserer Abteilung haben wir tagtäglich mit dem Einbetten von Proben zu tun. Die Bedingungen im Weltraum bringen jedoch spezielle Herausforderungen mit sich, auf die wir uns zunächst einstellen mussten. Wir freuen uns, dass uns das gelungen ist, und wir somit zu einer erfolgreichen Mission beitragen können“, so Herbert Juling, Abteilungsleiter der Metallografischen Analytik am Leibniz-IWT.
Am 6. Juni startete der deutsche ESA-Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS und bereitete die Proben für die Messungen vor. Seit Ende Juni führten die Forscher dann das Grundlagen-Experiment MagVector/MFX-2 durch, um den Einfluss des Erdmagnetfelds auf die präparierten Proben zu untersuchen. Die erfassten Daten selbst werden zurzeit durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgewertet. Wenn es die Zeit zulässt, wird Alexander Gerst demnächst einige der Proben erneut einsetzen und die Vermessung wiederholen.

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