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Praktische Metallographie - Gast-Editorial

Gast-Editorial - Digitalisierung in der Materialwissenschaft – Kombination von Experimenten und Simulation auf verschiedenen Skalen

Die Digitalisierung hat fast jeden Aspekt des modernen Lebens erreicht, wobei die Technik im Vordergrund steht. Die allgemeinen Vorteile der Digitalisierung liegen auf der Hand: Wir können das Material nicht nur in komplexen Szenarien, die im Prinzip experimentell zugänglich wären, effizienter beschreiben, sondern auch unter Bedingungen, die im Labor nicht reproduzierbar sind, digital testen.

In der aktuellen Werkstoffanwendung setzen wir jedoch nach wie vor auf vereinfachte Werte, wie die einachsige Zugfestigkeit, für Eigenschaften, anstatt ein „digitales Material“ den zu erwartenden Bedingungen zu unterwerfen. Die Bereitstellung der Werkzeuge dafür ist natürlich kein einfaches und schnelles Unterfangen, aber die experimentellen und rechnerischen Möglichkeiten rücken immer näher zusammen und ermöglichen die Erstellung solcher „digitalen Materialien“. Dies wird in dieser Sonderausgabe der „Praktischen Metallographie“ illustriert, in der die einzelnen Charakterisierungsmethoden und die entsprechenden Simulationsmethoden behandelt werden. Vor allem ist es notwendig, ein Feld „Data Science“ aufzubauen, das sich dem Ziel verschrieben hat, die Fülle der durch die 3D-Charakterisierung erzeugten experimentellen Daten direkt für die Modellierung und Simulation nutzbar zu machen. Damit könnte der Traum vom „digitalen Material“ in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden. Peter Felfer, Stefan Sandfeld

P. FELFER AND S. SANDFELD



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