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Max-von-Laue-Preis für Elena Bykova DESY-Forscherin für innovative Arbeiten zur Kristallographie geehrt

DESY-Forscherin Elena Bykova hat den Max-von-Laue-Preis 2018 der Deutschen Gesellschaft für Kristallographie bekommen. Die Auszeichnung wurde am Montag auf der Jahrestagung der Gesellschaft in Essen überreicht.

Die 29-Jährige wird damit für ihre herausragenden Beiträge zur Ultra-Hochdruck-Kristallographie und damit gewonnene Erkenntnisse zu neuartigen Hochdruckmaterialien geehrt. Es ist das zweite Mal in Folge, dass der Max-von-Laue-Preis an Forscher bei DESY geht. Im vergangenen Jahr war DESY-Forscher Thomas White für die Entwicklung des Software-Pakets CrystFEL ausgezeichnet worden, das die Auswertung richtungsweisender Kristallographie-Experimente an Röntgenlasern ermöglicht. Die Hochdruck- und Hochtemperatur-Experimente, die Bykova an sogenannten Einkristallen mit etabliert hat, erlauben einen ganz neuen Blick auf die Natur: Abseits des schmalen Temperaur- und Druckbereichs, den wir Normalbedingungen nennen, enthüllen sie die allgemeineren Eigenschaften von Materie und chemischen Verbindungen. So hat Bykova etwa bei hohen Drücken und Temperaturen, wie sie im Erdinneren herrschen, neun neue Eisenoxide mit ungewöhnlichen Kristallstrukturen und unerwarteten chemischen Zusammensetzung entdeckt. Einkristalle bestehen aus einem einheitlichen, völlig regelmäßigen Gitter von Atomen.
Bykova hatte an der Universität Bayreuth promoviert, bevor sie zu DESY kam. „Als Elena in Bayreuth anfing, ließ sich die Struktur von Einkristallen experimentell kaum bei höheren Drücken als 15 Gigapascal und heißeren Temperaturen als 700 Grad Celsius bestimmen“, betont Bykovas Doktorvater Leonid Dubrovinsky, Akademischer Direktor des Bayerischen Geoinstituts an der Universität Bayreuth. „Die Untersuchung von Einkristall-Strukturen bei Drücken von mehr als 170 Gigapascal und mehreren tausend Grad Celsius ermöglicht heute, Materialien unter extremen Bedingungen zu erkunden. Zu der Realisierung dieses jahrelangen Wunschtraums von Geoforschern, Chemikern, Materialwissenschaftlern und Physikern hat Elena Wesentliches beigetragen“.

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