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5. Regionalforum Rhein-Ruhr unter dem Motto "Tailored Materials"

Vom 04. - 05. September 2017 fand das 5. Regionalforum Rhein-Ruhr an der Universität Duisburg-Essen statt.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Sprecher des Regionalforum Prof. Dr. Doru C. Lupascu und der Vorstellung seines Institutes für Materialwissenschaft, Bauwissenschaft startete ein vielseitiges Vortragsprogramm. Den Anfang machte Prof. Requena vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und präsentierte die aktuellen Forschungsarbeiten sowie Trends des Instituts für Werkstoffforschung. Neben den klassischen wurden auch die jüngsten Aktivitäten zur additiven Fertigung des Instituts vorgestellt, die primär auf dem Werkstoff Ti64 - also einem Titan-Aluminid - basieren. Der für das SLM Verfahren eher schwierige Werkstoff wird aufgrund seiner aus klassischen Anwendungen hervorgehenden Eigenschaften und vielfältigen Anwendungen in der Luftfahrtindustrie trotzdem verwendet. Daher wird der vielfältige Prozess mit etlichen Freiheitsgraden (Laserenergie, zeitlicher Energieeintrag durch den Laser, Vorheiztemperaturen, …) untersucht, mit dem Ziel ein Verständnis für die resultierende Mirkostrukturen zu entwickeln und die "gedruckten" Bauteile zu optimieren.

Es folgten Vorträge von Prof. Gottschalk der Bergischen Universität Wuppertal der probabilistische Lebensdauerberechnungen für Ermüdungsbrüche mittels fenite elemente Methoden untersucht. Der Mathematiker zeigte in seinem Vortrag die Interdisziplinarität des Fachgebietes MatWerk anhand von Gasturbinenschaufeln.

Nach einer Kaffeepause präsentierte Herr Dr. Lackner von Verder Scientific ATM GmbH detailliert die Grundlagen der materialographischen Probenpräparation. Vom Schnitt bis zur Politur erklärte er gängige Methoden sowie typische Fehler und Probleme.

Frau Prof. Dr. Natalie Stranghöner vom Institut für Metall- und Leichtbau der Universität Duisburg-Essen hielt anschließend einen Vortrag mit dem Titel "Vorspannverhalten von geschraubten Verbindungen aus nichtrostendem Stahl". Dieser sehr anschauliche Vortrag beinhaltete viele Beispiele aus der Anwendung und offenbarte etliche materialwissenschaftliche Aspekte rund um die Stahl-Schraube.

Der letzte Vortrag des Tages von Dr. Ralf Bode der Siemens AG in Duisburg entführte in die Welt der Turboverdichter. Diese schon rein von den Dimensionen beeindruckenden Maschinen verdeutlichten noch einmal wie wichtig die richtigen Materialien für den Erfolg eines Produktes sind.

Nach der Führung durch die Labore des Instituts für Materialwissenschaft blieb noch ausreichend Zeit beim Posterabend die Gespräche und das Networking der Pausen zu intensivieren. Dabei vernetzen sich die Teilnehmer aktiv von der Auszubildenden bis hin zum Professor.

Tag 2 stand unter dem Motto der Forschungsförderung und den neuen Ideen und Ansätzen des MatWerk-Nachwuchses.

Frau Dr. Maren Hellwig eröffnete das Tagesprogramm mit Ihrem Vortrag über die Forschungsförderung von AiF und dem Stifterverband Metalle der durch die DGM betreut wird. Die Teilnehmer wurden darüber informiert, welche Projekte potentiell über den Stifterverband gefördert werden können. Herr Dr. Bernd Janson von der ZENIT GmbH erweiterte das Spektrum der Forschungsförderung um den Aspekt der erfolgreichen Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und zeigte einige Erfolge und Erfahrungen aus der Praxis.

Nach der Kaffeepause und weitern Gelegenheit sich auszutauschen traten 4 Nachwuchs-MatWerker an und präsentierten Ihre Ideen und Projekte.

Insgesamt war das 5. Regionalforum eine sehr gelungene Veranstaltung mit viel Raum zum Vernetzen. Auf dem aktuellen Konzept wird das 6. Regionalforum jetzt schon in die Planungsphase gehen.

Dr. Stefan Klein



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