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Herbstsitzung des Arbeitskreises Mikrostrukturmechanik

Ausrichter der Herbstsitzung des Arbeitskreises Mikrostrukturmechanik, die am 09. November stattfand, war das Institut für Werkstoffmechanik der RWTH Aachen (IWM). Prof. Broeckmann und seine Mitarbeiter sorgten von Anfang an für einen herzlichen Empfang der anreisenden Teilnehmer.

Die gute Organisation des Treffens ermöglichte einen pünktlichen Beginn und eine Durchführung der Sitzung in ruhiger, konstruktiver Atmosphäre. Mit diesen förderlichen Rahmenbedingungen konnten die motivierten Teilnehmer direkt in die Fachvorträge einsteigen, welche entsprechend dem Fokus des Arbeitskreises auf die Simulation von Mikrostrukturen ausgerichtet waren. Auf der übergeordneten Skala vertretene Themengebiete waren Metall- und Polymerschäume sowie Gussporen.

Das Leitthema der Sitzung lautete "Mikrostrukturmechanik mehrphasiger Werkstoffe", damit rückten insbesondere Materialien wie z.B. Dualphasenstahl und deren mechanisches und Schädigungsverhalten in den Fokus. Zudem wurden keramische Verbundwerkstoffe in der Sitzung behandelt.

Verbindendes Element der Fachvorträge war die Modellierung des mechanischen Verhaltens mit der Finite-Elemente Methode. Thematisch dominierten Schädigung, Ermüdung und Kristallplastizität, welche in vielen Vorträgen zentraler Punkt zur Bestimmung des Gesamtverhaltens konkreter Mikrostrukturen war. Ein ebenfalls vielgenanntes Thema stellte das repräsentative Volumenelement (RVE) dar, sowie die damit ermöglichten stochastischen Aussagen über das makroskopische Materialverhalten.

Die Abschlussdiskussion befasste sich mit den Feinheiten der Finiten-Elemente Analyse, insbesondere auch mit dem Thema der netzfreien Methoden. Weitere Diskussionspunkte waren das zuvor genannte repräsentative Volumenelement und die passende Wahl desselbigen, sowie Definitionsunterschiede zwischen einzelnen Anwendungsbereichen. Eine weitere Anregung bezog sich auf die richtige Wahl von Farbskalen bei der Datenvisualisierung, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die häufig verwendete uninspirierte Regenbogenskala im Kontext der Inklusion problematisch ist, beispielsweise für Farbfehlsichtige.

Durch die intensive Abschlussdiskussion verblieb den Teilnehmern jedoch aufgrund der fixen Abreisezeiten nicht genügend Zeit für die traditionelle Institutsbesichtigung. Die Beiträge der Mitarbeitenden des IWM gaben den Teilnehmern jedoch bereits einen guten Überblick über die Arbeitsbereiche des IWM.

Zusammenfassend bot die Sitzung ein abwechslungsreiche Potpourris aus den verschiedensten Materialklassen: von Keramiken über Polymere bis hin zu Stählen. Es zeigte sich erneut, dass sich trotz der ganz unterschiedlichen Materialverhaltens viele gemeinsame Herangehensweisen und Lösungsansätze bestehen. Zudem wurde auch der Vergleich mit experimentellen Resultaten zur Validierung der Modellansätze in den Vorträgen nicht gescheut. Der DGM danken wir für die Bereitstellung des kontinuierlichen Rahmens, welcher die Diskussion der Themen in unseren Arbeitskreissitzungen ermöglicht.



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Redaktion: Dipl.-Ing. Fahima Fischer
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