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Nachbericht zur 6. Fortbildung „Bruchmechanische Berechnungsmethoden“ an der TU Freiberg

Vom 14. bis 16. März 2018 fand zum sechsten Mal in jährlicher Folge die DGM-Fortbildung „Bruchmechanische Berechnungsmethoden“ an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg statt. Die 16 Teilnehmer (Deutschland, Österreich, Schweiz) kamen aus unterschiedlichen Bereichen der Industrie sowie von verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen, um sich auf dem Gebiet der bruchmechanischen Bauteilanalyse und -bewertung weiterzubilden.

Für die Gewährleistung von Sicherheit, Zuverlässigkeit sowie Lebensdauer technischer Konstruktionen spielt die Bewertung bzw. die Vermeidung von Bruch- und Schädigungsprozessen sowohl im Entwicklungsprozess als auch während der Betriebszeit eine wesentliche Rolle. Da in vielen Konstruktionen und Werkstoffen herstellungs- oder betriebsbedingte Defekte nicht ausgeschlossen werden können, kommt der bruchmechanischen Bewertung rissartiger Defekte eine große Bedeutung zu. Neben der Werkstoffcharakterisierung ist hierbei die Analyse des mechanischen Beanspruchungszustandes an Rissen, Kerben und ähnlichen Defekten unter betrieblichen Einsatzbedingungen von besonderem Interesse.

Nach einer kurzen Einführung in die Bruchmechanik wurden die Teilnehmer umfassend mit den theoretischen Grundlagen der Bruchmechanik im Rahmen der Linear-Elastischen- sowie der Elastisch-Plastischen-Bruchmechanik vertraut gemacht. Dazu gehörten vor allem die verschiedenen Techniken zur numerischen Rissanalyse mit Hilfe der Finiten-Elemente-Methode, welche anhand zahlreicher praktischer Fallbeispiele anschaulich demonstriert wurden und in einem anschließenden Computerpraktikum ausprobiert werden konnten. Dabei gab es rege Diskussionen der Teilnehmer mit den Referenten zur Anwendung auf eigene Problemstellungen.

Neben den computergestützten Methoden wurden auch analytische Verfahren zur schnellen Abschätzung der Rissbeanspruchung in Bauteilen vermittelt. Dazu gehörte auch die Vorstellung und Erläuterung aktueller Bewertungsprozeduren und -vorschriften. Mit Bleistift und Papier sowie einem Taschenrechner konnte das Erlernte sofort an mehreren praktischen Übungsbeispielen ausprobiert werden.

Die Teilnehmer bewerteten die lokale Organisation und die fachlichen Präsentationen als sehr gelungen, und empfanden die Fortbildung für sich persönlich und ihre aktuellen Aufgaben im Unternehmen als äußerst nützlich.

Die Fortbildung steht unter der fachlichen Leitung von

Prof. Dr. rer. nat. habil. M. Kuna, Prof. B. Kiefer, Ph.D.
Institut für Mechanik und Fluiddynamik, TU Bergakademie Freiberg

Prof. Dr.- Ing. U. Zerbst
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin

Dr.-Ing. P. Hübner
Fachgruppe Fertigungstechnik, Hochschule Mittweida

Weitere Informationen zu den Inhalten, den Preisen und dem Termin der nächsten Fortbildung finden Sie in Kürze unter: https://www.dgm.de/index.php?id=1446



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